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ICH WERDE NICHT HASSEN (I shall not hate)
von Izzeldin Abuelaish

in einer Monologfassung  für die Bühne von Silvia Armbruster und Ernst Konarek

"Am 16. Januar 2009 um 16:45 Uhr wurden israelische Panzergranaten in das Schlafzimmer meiner Töchter gefeuert. Bessan, Aya und Mayar waren sofort tot, mit ihnen ihre Cousine Noor. Weil das israelische Militär Journalisten den Zugang nach Gaza verboten hatte, gab ich einem israelischen Fernsehreporter jeden Tag ein Telefoninterview. Minuten nach dem Angriff rief ich ihn beim Sender an; er übertrug unser Telefonat in die Sendung. Die Nachricht ging blitzschnell um die Welt."
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Abuelaish, einem palästinensischen Gynäkologen und Fruchtbarkeitsexperten. Er erzählt vom Alltag in Gaza, vom Warten an den israelischen Checkpoints, vom Familienleben zwischen Hoffnung und Verzweiflung und vom tödlichen Anschlag. Er hätte allen Grund Israel zu hassen, stattdessen kämpft er weiter für Verständigung und Versöhnung mit Israel:
„Hass macht blind und führt zu irrationalem Denken und Verhalten. Frieden ist Menschlichkeit. Frieden bedeutet Respekt. Frieden ist ein offener Dialog. Heute notwendiger denn je."
 
2010, 2011 und 2013 war Izzeldin Abuelaish für den Friedensnobelpreis nominiert
 
Es spielt: Mohammad-Ali Behboudi als Dr. Izzeldin Abuelaish

Regie: Ernst Konarek
Dramaturgie: Silvia Armbruster
Kostümbild: Gudrun Schretzmeier
Video: Peter Schmidt
Regieassistenz: Brigitte Luik
Ausstattungsassistenz: David Fitzgerald
Bühnenbau: Marc Dobmaier, Max Hochreiter
Technik: Martin Hartnagel, Gunnar Hälsig
Kostümanfertigung: Christin Lange  


Aufführungsrechte: LITAG Verlag GmbH, München
Gefördert durch das Ministerium für
Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

 
Termine und Kartenbestellung
VVK: 17,-/ erm.: 13,-
AK: 19,-/ erm: 15,-
incl. Geb.
Telefonische Auskunft und Reservierung unter
(0711) 40 20 7-20 /-21 /-22 /-23
täglich von 10:00 – 21:30 Uhr

"Nathan der Weise"

Gotthold Ephraim Lessing

29.09. bis 30.10.2016

Regie: Wolf-Dietrich Sprenger
Ausstattung: Achim Römer
Ensemble: Mohammad-Ali Behboudi, Paula Bierend, Jessica Kosmalla, Jonas Minthe, Pascal Pawlowski, Günter Schaupp, Hartmut Schories, Wolf-Dietrich Sprenger, Karime Vakilzadeh

Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge. Als der reiche jüdische Kaufmann Nathan von einer langen Reise zurückkehrt, erfährt er, dass es in seinem Haus gebrannt hat. Seine Ziehtochter Recha konnte nur durch das heldenhafte Eingreifen eines christlichen Tempelherrn der Katastrophe entgehen. Dieser verdankt sein Leben wiederum dem muslimischen Herrscher Saladin. Ihn plagen schwere Geldnöte. Angetrieben durch seine Schwester Sittah und das Wissen um Nathans Vermögen, will Saladin ihn um einen Kredit bitten. Um zunächst vom Geschäftlichen abzulenken, testet er Nathans Weisheit und fragt ihn, welche Religion die einzig wahre sei.
Nathan antwortet mit der berühmten Ringparabel.

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) vereint in seinem letzten Drama noch einmal die Themen und Werte, die ihn zum führenden Vertreter der deutschen Aufklärung machen: Humanität und religiöse Toleranz. Das ›Dramatische Gedicht in fünf Aufzügen‹ ist ein zeitloses Plädoyer für die Notwendigkeit der Verständigung über alle religiösen und ethnischen Unterschiede hinweg.